2. Kamingespräch | Dialogo al camino – Umberto Gandini | Renate Mumelter

Scrivere e tradurre
Umberto Gandini a colloquio con Renate Mumelter

Umberto Gandini è nato nel 1935. A Bolzano è conosciuto come giornalista dell’Alto Adige, per il quale ha lavorato dal 1961 fino al pensionamento. Ma Umberto Gandini ha trovato anche il tempo per coltivare una sua passione molto impegnativa e difficile, quella della traduzione. Come traduttore ha lavorato per 28 case editrici e nel corso degli anni gli sono stati conferiti tre premi (Premio „Ervino Pocar“ Gorizia 2000, Premio „Grinzane Cavour“ Torino 2001, ed una segnalazione al Premio Monselice 2008). Umberto Gandini ha tradotto testi di Thomas Bernhard, Johannes Mario Simmel, Joseph Zoderer, Peter Handke, Alice Miller, Guido Knopp, Reinhold Messner, Rüdiger Safranski, Ilija Trojanow, Walter Benjamin o Friedrich Dürrenmatt, per citare solo alcuni degli autori tedeschi da lui tradotti in lingua italiana. Ultimamente ha pubblicato due romanzi. In questi giorni è uscito „Come rubare un missile Cruise e vivere felici” mentre il piacevolissimo giallo “Le indagini abusive di Marlòve, investigatore precario” è stato pubblicato nel 2009.

Nell’ambito di “Come nasce la cultura. Dialoghi al camino” lunedì 13 dicembre alle ore 20.30 il Kultur Forum Cultura invita ad una serata molto particolare. In un dialogo bilingue con Renate Mumelter Umberto Gandini parlerà di scrittura, di traduzione, di condizioni di lavoro anche in una chiave molto attuale.
In collaborazione con l’Hotel Laurin.

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Übersetzer werden pro Seite bezahlt!

Renate Mumelter sprach mit dem Übersetzer, Autor und Journalisten Umberto Gandini

Übersetzer werden pro Seite bezahlt, und das unabhängig davon, ob es sich bei dem Text um einen schwierigen literarischen oder philosphischen Text oder etwas Einfaches handelt, und pro Seite schaut auch nicht besonders viel heraus. Das berichtete der Übersetzer, Journalist und Autor, Umberto Gandini am Montag, den 13. Dezember beim Kamingespräch des Kultur Forum Cultura im Damensalon des Hotel Laurin.

Deshalb sei es auch nur in Ausnahmefällen möglich, vom Übersetzen zu leben. Für ihn sei das Übersetzen wie das Lesen und das Schreiben eine Leidenschaft. Sein Handwerkszeug sei die Sprache. Dass es ihm mit fast 200 Übersetzungen auch ganz nebenbei gelungen ist, dem italienischen Kulturraum die deutsche Literatur und Kultur näher zu bringen, sei eine wichtige und erfreuliche Begleiterscheinung.

Angefangen hat Gandini mit Übersetzungen von Theatertexten. Die erfordern eine andere Arbeitsweise als literarische Prosa oder Sachbücher. Bei letzteren gehe es mehr darum, die Inhalte zu vermitteln, während bei literarischen Texten der Musikalität eine besondere Bedeutung zukommt. Grundlegend sei auf alle Fälle, dass man die eigene Sprache sehr gut beherrscht. Er habe schon Bücher über Mathematik übersetzt, obwohl er selbst kaum imstande sei, eine Quadratwurzel zu ziehen. Wenn es möglich sei, vermeide er es, einen Text vor dem Übersetzen vollständig zu lesen. Dann sei die Arbeit spannender. Derzeit arbeite er an einem Roman von Charlotte Link, und es sei abwechslungsreich, wenn man die Geschichte während des Übersetzens auch lesen könne.

Als Gandini noch in der Redaktion der Tageszeitung Alto Adige gearbeitet hat, nutzte er die Vormittagsstunden zum Übersetzen, heute, als Rentner habe er mehr Zeit. Sein umfangreiches Wörterbuch sei inzwischen zu einer Rarität geworden, weil er den vorgegebenen Vokalbeln Dutzende von Begriffen hinzugefügt habe. Nicht immer gehe alles glatt bei der Arbeit des Übersetzers. So hätten Verlagshäuser nicht nur einmal bei wichtigen und schwierigen Arbeiten vergessen, seinen Namen zu nennen, auf einer sehr komplexen Übersetzung von Heidegger/Arendt sei er sitzengebleiben, weil es plötzlich den auftraggebenden Verlag nicht mehr gab, und mit einer seiner letzten Arbeiten, der Übersetzung des Romans „Über Nacht“ von Sabine Gruber, habe er auch wenig Glück gehabt. Der römische Verleger habe aus unerfindlichen Gründen Fehler hinein korrigieren lassen und den Titel verstellend abgeändert. Dies tue ihm vor allem für Sabine Gruber Leid.

2011 erscheint Gandinis Übersetzung von Goethes „Wahlverwandtschaften“. Sie wurden bereits elf Mal ins Italienische übersetzt. Eine besondere Herausforderung, weil man existierende Übersetzungen nicht einfach ausblenden könne, so Gandini. Er habe in diesem Fall drei Bücher gleichzeitig lesen müssen. Neu sei, dass er die Namen der Protagonisten nicht übersetzt habe: Ottilie bleibt Ottilie und Eduard ist weiterhin Eduard. Es habe ihn immer gereizt, neue Herausforderungen zu suchen, deshalb habe er auch begonnen, eigene Texte zu schreiben. “Le indagini abusive di Marlòve, investigatore precario” ist 2009 erschienen, “Come rubare un missile Cruise e vivere felici” kam vor Kurzem in die Buchhandlungen, und ein drittes Buch ist in Ausarbeitung. Unter Pseudonym (Leonard W. Stark) und nur mit Wissen seiner Frau hat er bereits 1970 „Un pacco a Budapest“ veröffentlicht.
In Zusammenarbeit mit dem Hotel Laurin.

2. Kamingespräch | dialogo al camino
Montag, 13. Dezember | Lunedì, il 13 dicembre 2010
Parkhotel Laurin – Damensalon | Salone delle Dame
Laurinstraße 4 | Via Laurino 4
Bozen | Bolzano

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